Wer noch nie in einem Casino oder einer Spielothek war, der kennt Spielautomaten vermutlich nur aus dem Fernsehen oder durch die gelegentlichen Blicke, die man in einer Kneipe auf solche Spielautomaten wirft. Die Versuchung ist groß, der Ansicht Glauben zu schenken, dass alle Spielautomaten, egal wie unterschiedlich ihre Gestaltung bzw. Ausstattung auch sein mag, vom Spielprinzip her gleich sind.

Man wirft eine oder mehrere Münzen ein und hofft, dass auf dem Reel, den Walzen oder Scheiben, die Symbole erscheinen, die man braucht, um zu gewinnen. Das ist jedoch nicht der Fall, denn es gibt zahlreiche, ganz unterschiedliche Typen von Spielautomaten, die für einen hohen und dauerhaften Spielanreiz sorgen, und sowohl dem Gelegenheitsspieler wie auch dem Profizocker einen hohen Unterhaltungswert und lukrative Gewinnmöglichkeiten bieten.

Hierbei ist vor allem die Tatsache interessant, dass die mechanischen Automaten der Vergangenheit durch multifunktionale Geldspielgeräte ersetzt wurden, welche das Spielen interessanter und vielfältiger machen. Weiterhin gibt es eine stetig wachsende Anzahl virtueller Online-Spielautomaten an denen Mann und Frau in Online-Casinos oder per App nach Herzenslust rund um die Uhr zocken und dabei hohe Geldgewinnen erzielen können.

Spielautomaten im Detail

Reel: Der Begriff Reel entstammt der englischen Sprache und zeigt, dass die Spielautomaten ursprünglich eine amerikanische Erfindung des späten 19. Jahrhunderts sind. Er bezeichnet eine Scheibe oder Walze, auf der die verschiedenen Symbole des Spiels aufgedruckt bzw. dargestellt sind.

Payline: „Paylines“, sind Gewinnlinien, wie die korrekte Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche lautet. Die Anzahl der Paylines variiert ja nach Automatentyp. Eine solche “Gewinnlinie” legt fest bzw. zeigt an, in welcher Position die Symbole stehen müssen, damit der Spieler einen Gewinn getätigt hat. Meist gibt es drei, fünf, neu, 15, 20 oder 25-Paylines. Welche Symbol-Kombinationen Gewinne garantieren, kann man mit Hilfe des „Pay Table“ ermitteln.

Dabei handelt es sich um eine Tabelle, die meist im unteren Bereich der Automaten aufgedruckt ist und detailliert zeigt, bei welchen Symbol-Kombinationen man gewinnt und mit welcher Auszahlungsquote der Spieler Kasse machen kann. Bei einigen Spielvarianten sind der Verbündete des Spielers auf der Jagd nach der richtigen Payline die Wild Symbols (oder auch Special Symbols).

Dabei handelt es sich im Prinzip um Joker, die genau als die Symbole betrachtet werden dürfen, die dem Spieler gerade fehlen. In manchen Spielen haben diese Symbole jedoch noch weitere Auswirkungen und können bis zu zwei andere Zeichen, die im Fenster erschienen sind, praktisch verwandeln, um dem Spieler zu seinem Gewinn zu verhelfen.

Jackpot: Generell unterscheidet man zwischen einem statischen und einem progressiven Jackpot. Ein statischer Jackpot liegt dann vor, wenn der Gewinn, den man an einem Spielautomaten erzielen kann, sich konstant in einer zuvor festgelegten Bandbreite bewegt. Um einen progressiven Jackpot handelt es sich dann, wenn die Höhe des Jackpots also die mögliche Gewinnhöhe stetig anwächst und die Spieler die Möglichkeit haben, diese gesamte Summe mit einem Spiel zu gewinnen.

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Die Geschichte der Spielautomaten

Die Geschichte der Spielautomaten reicht bis an das Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Als Erfinder gelten die Caille-Brüder sowie Charles Fey. Die Caille-Brüder entwickelten 1889 den ersten Geldspielautomaten “Black Cat”. Charles Fey baute zeitgleich den ersten “Einarmigen Banditen” (Liberty Bell), der auf der Basis des heute noch eingesetzten 3-Walzen-Gerätes funktionierte. Die Funktionalität und der Aufbau der Liberty Bell wurde vielfach nachgebaut, dieser Spielautomat galt als einer der Grundsteine für die Industrie der Geldspielautomaten. Noch heute kann man einen originalen Liberty Bell in einem Restaurant in Nevada, USA. besichtigen.

Es folgte eine Reihe von technischen Entwicklungen im 20. Jahrhundert, hin zu den aktuellen, elektronisch betriebenen Automaten. Bereits am Anfang des letzten Jahrhunderts wurden serienmäßig produzierte Spielautomaten in Kneipen, Bordellen, Tabakgeschäften, Bowling-Halls und sogar bei Barbieren aufgestellt. Der erste elektro-mechanische Automat “Money Honey” wurde Anfang der 60er Jahre durch Bally Technologies entwickelt.

Die Entwicklung schreitete fort, heute werden Geldspielautomaten nur noch elektronisch betrieben. Als am bekanntesten in Deutschland gelten die Geldspielautomaten von Merkur und NSM-Löwen (Novomatic). Seit der Einführung des Internets in den 90er Jahren gibt es auch virtuelle Geldspielautomaten, die in Online-Casinos angeboten werden, und sich stetig steigender Beliebtheit erfreuen, und häufig nicht den strengen deutschen Gesetzen und Regelungen in Sachen Glücksspiel unterliegen, was höhere Gewinnsummen für den Spieler ermöglicht.

Die Technik der Geldspielautomaten ist sehr ausgereift und unterliegt hohen Qualitätsansprüchen. Die deutsche Gesetzgebung hat zur Eindämmung von Spielsucht und pathologischer Spielabhängigkeit diverse Gesetze und Vorschriften erlassen. Regelungen hierzu befinden sich in der Spielverordnung, im Jugendschutzgesetz und in der Gewerbeordnung. So ist in Deutschland generell keine Jugendfreigabe zulässig. Für Jugendliche unter 18 Jahren besteht zudem ein generelles Aufenthaltsverbot für Spielhallen, auch nicht in Begleitung von Erwachsenen oder Sorgeberechtigten. In Kneipen hat der Inhaber / Betreiber des Geldspielautomaten auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetztes zu achten.

Die Anzahl der aufstellbaren Geldspielautomaten ist auf 3 bzw. 12 pro Ort begrenzt. Alkohol darf in Spielhallen generell nicht ausgeschenkt werden, auch nicht an Erwachsene. Gesetzlich geregelt sind die maximale Gewinnausschüttung, der Gewinn-Einsatz sowie die Intervalle zwischen den Gewinnen, wie auch die Verluste. Pro Stunde darf der Gewinn 500 Euro nicht überschreiben (Differenz aus Gewinn und Verlust) und mehr als 80 Euro pro Stunde darf der Verlust nicht betragen. Der Mittelwert des Verlustes in einer Stunde beträgt maximal 33 Euro. Die eingesetzten Geldspielautomaten unterliegen einer Prüf-Pflicht durch die PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt). Zudem muss jeder Geldspielautomat regelmäßig (mindestens 2jährig) durch einen öffentlich bestellten Gutachter oder dem TÜV abgenommen werden. Für die Einnahmen der Spielhallen- und Automatenbetreiber sind zudem Steuern zu entrichten (Umsatzsteuer und Vergnügungssteuer).

In Deutschland wurden für das Jahr 2012 ca. 263.000 aufgestellte Spielautomaten gezählt, Tendenz steigend. Spielhallen auf der “grünen Wiese” erleben einen regelrechten Boom, obwohl auch Online-Casinos im Internet einen verstärkten Zulauf verzeichnen; gespielt wird eben immer.